Qualitative Bearbeitungskriterien

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Da die AWIS.GIP erfassten und verwalteten Daten nicht nur dem Eigennutzen der Wegewarte dienen, sondern über Schnittstellen auch nach außen an Dritte getragen werden (z. B. über die neun Bundesländer, Tourenportale der alpinen Vereine, u. ä), ist es vor allem zur Sicherheit der Nutzer der Wander- und Bergwege von höchster Bedeutung und Wichtigkeit, dass die Erfassung und Verwaltung der Wander- und Bergwege nach bestem Wissen und möglichst detailliert erfolgt. Für die Bearbeitung bedeutet dies, dass zumindest ein ausreichender Bearbeitungsmaßstab von 1:2.500 oder detaillierter herangezogen wird und folgende Vereinbarungen zur Dateneingabe eingehalten werden:

Inhaltsverzeichnis

Basisgeometrie

  • Vor der Neuanlage von Wegen ist immer zu überprüfen, ob der Weg nicht bereits vorliegt. Doppelerfassungen sind zu vermeiden.
  • Für die Digitalisierung von Wegen ist ein Maßstab von mindestens 1:2500 oder genauer einzustellen.
  • Wird ein neuer Weg erfasst, dann hat dies immer von einem bestehenden Weg aus zu erfolgen.
  • Wege müssen immer lückenlos an bestehende Wege angebunden werden. Bei der Digitalisierung erkennt man das, indem der schwarze Digitalisierpunkt auf eine bestehende Linie springt. Somit ist gewährleistet, dass immer ein zusammenhängendes Netz von Wegen vorliegt.
  • Wege, die offensichtlich einen falschen Verlauf aufweisen oder in der Natur nicht bestehen, sind entsprechend der Anleitung zur Änderung der Basisgeometrie zu ändern bzw. zu löschen.
  • Digitialisiert wird immer die Achse (Mittellinie) eines Weges.

Wanderwegverläufe

  • Wanderwegeverläufe dürfen nur auf der Basis von grau dargestellten Basisgeometrien erfasst werden.
  • Namensgebung: Die „offiziellen“ Namen der Wander- und Bergwege (z. B. Wege mit einer Wegnummer der Alpenvereine) bzw. die Weitwanderwege werden durch den Administrator erfasst und sind schon im System. Wegnamen für regionale Wander- und Bergwege kann der Wegwart selbst vergeben.
  • Vor der Anlage von Wegnamen ist immer zu prüfen, ob der entsprechende Name bereits vorliegt oder evtl. in einer ähnlichen Schreibweise.
  • Start / Zielpunkt: Die Angabe erfolgt vom Groben zum Detaillierten, d. h. Talort\ev. Ortsteil\Detail. Als Beispiel: Innsbruck\Arzl\Parkplatz beim Schießstand. Die Begriffe werden immer mittels eines Backslash (Tastenkombination: Alt Gr und ß) getrennt.
  • Die interne Kurzbeschreibung ist eine detaillierte Beschreibung des Verlaufes des Weges inkl. der Anführung aller Zwischenpunkte.
  • Bei der Anlage von zusammenhängenden Wanderwegverläufen ist auf die Reihenfolge der Auswahl der Basisgeometrien zu achten. Die Reihenfolge bestimmt den Verlauf des Wanderwegeverlaufs und somit auch die Berechnung des Höhenprofils.
  • Bei der Beurteilung der Schwierigkeit sind die entsprechenden Vorgaben der Länder und der alpinen Vereine zu beachten.

Wegsegmente

  • Berechnung der Gehzeiten: Die automatische Berechnung der Gehzeit erfolgt im AWIS.GIP über ein hinterlegtes Geländemodell. Daneben gibt es ein durch den Wegeerfasser (Wegewart) befüllbares Feld für die Eingabe der Gehzeit. Bei den Wegsegmenten hat die manuelle Angabe der Gehzeit nur dann zu erfolgen, wenn diese massiv von der berechneten Gehzeit abweicht. Eine manuelle Eingabe könnte, bei einer „Teilung“ des Wegsegmentes zu einem erhöhten Eingabebedarf durch den Wegewart führen.
  • Bei der Beurteilung der Schwierigkeit sind die entsprechenden Vorgaben der Länder und der alpinen Vereine zu beachten.
  • Ein Wegsegment ist "barrierefrei", wenn der Weg mit einem geländegängigen Kinderwagen befahrbar ist (keine Höhenstufen durch Steine, Wurzeln, Stufen, etc., Breite ausreichend ab ca. 1 m)

Weitere Hinweise

  • Gefahrenstellen, Abschnitte mit Versicherungen / bauliche Einrichtungen / erhöhtem Erhaltungsaufwand (z. B. Lawinenstriche, Murrinnen, Rutschungen, u. ä.) und Abschnitte, an denen eine Pacht entrichtet werden muss, werden als Punktinformation abgelegt, wobei die genaue Angabe des Punktausprägung mittels der Standortkennung definiert wird.
  • Sperren von Wegsegmenten, Punkten und Wanderwegverläufen werden immer erst eingetragen, wenn die Dauer der Sperre mehr als einen Monat beträgt.
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